“Was ist denn schon so besonders an Haushecken?”
Jede Hecke ist besonders - erst recht, wenn damit das Monschauer Heckenland inmitten des "Deutsch - Belgischen Naturparks Hohes Venn" gemeint ist. Der sog. "Höfener Heckenweg" ist deshalb mit ein Ziel der traditionellen NABU - Bustour am 18.04.2010. Das Nationalparktor Höfen wird unsere erste Anlaufstelle sein - Höfen: Seine noch in großer Zahl gut erhaltenen und restaurierten Fachwerkhäuser, zum Teil mit Stroh- und Reetdach gedeckt, prägen zusammen mit meterhohen Haushecken das Ortsbild. Dadurch wird der Ort auf reizvolle Weise in die Landschaft eingebunden.
Bis zu 300 Jahre alte (meist Rotbuchen-) Hecken schützen vor kalten Westwinden und kräftigen Schlagregen. Sog. "Durchwachser" (vereinzelte Sträucher wurden nicht geschnitten und überragten bald die Hecken) dienten früher vor allem als hofnaher Brennholzlieferant; eindrucksvolle Buchenalleen sind so entstanden.
... ein 3 (oder 5) km langer Rundwanderweg, asphaltiert, bis 6% Steigung/Gefälle, mit zahlreichen Aussichtspunkten, Fernblicken, "Eifel-Blicken" auf das Monschauer Heckenland allgemein
Das Flurheckennetz ist den Menschen zu verdanken, der sie ursprünglich als Abgrenzung seiner Felder anlegte; ein weitere Vorteil war der Schutz des Ackerbodens vor den Westwinden und dem Vieh. Heute sind solche Hecken besonders wertvoll als wichtiger Lebensraum für viele Insekten-, Reptilien-, Vogel- und Säugetier- oder Pflanzenarten. Sie tragen dadurch zur ökologischen Vielfalt bei. Goldammer oder Neuntöter z.B. finden in ihnen ganzjährig Schutz, Nist- und Rückzugsplatz.
(Fotos Th. Henkens)

Neuntöter (auch Rotrückenwürger) bevorzugt offenes Gelände mit Hecken- und Baum- oder Buschgruppen.


