Der NABU RSK ornithologisch auf Biberspuren unterwegs
Wie an anderer Stelle “auf unserer Seite” angkündigt und vorbeschrieben, waren wir jetzt tatsächlich auf Biberspurensuche in den Rurauen bei Barmen (Jül.)!
Bei idealstem Wetter hatten wir zunächst die fast einmalige Chance, ein Blick hinter die Mauern bzw. in den Innenbereich von Wasserschloss Kellenberg zu werfen. Freundlicherweise hatte uns Graf Florian v. Hoensbroech dies ermöglicht.
Die heutige Anlage ist im 15./16.Jahrhundert entstanden, war seit 1888 im Besitz der Fam. v. Hoensbroech, seit 2009 im Besitz des Liegenschaftsbetriebes NRW, der die Schlossanlage in ein Bildungszentrum für die Wissenschaftsregion Jülich umgestalten will.
Eindrucksvoll hallten im Inneren die trompetenden Rufe der Kanadagänse; vereinzelte Exemplare saßen auf Kaminen oder Dachfirsten, wie gewöhnlich Tauben, Sperlinge oder Stare ...; die Wiesenflächen äußerst naturbelassen -übersät mit Narzisse (verblüht), Schlüsselblume, Scharbocks- und Lungenkraut, Bärlauch, Aaronstab u.v.m.
Nächster Höhepunkt: Hyacinthides non-scripta - Hasenglöckchen; ökologisch ist es eine Charakterart atlantischer (lichter, daher Hain-) Buchenwälder; durch zahlreiche Tochterzwiebel kann es sich stark vermehren (Massenvorkommen): Vielleicht nicht ganz so imposant wie in Baal erschien uns der Waldboden von einem Meer blauer Blüten bedeckt.
Als wenn wir nicht schon genügend verwöhnt worden waren, wartete am Anglerclubheim, direkt am Barmener See, ein etwas verspätetes Frühstück! (Klar, dass an einem solchen Ort die Diskussion um den Kormoran unumgänglich war)
Ach ja, “Ornithologisches” stand ja außerdem noch im Mittelpunkt: Reiherente, Nil-/Kanada-/Grau- und Nonnengans auf einer Wiese, Kleiber, Schafs- und Gebirgsstelze, Grünspecht, Kormoran, Kernbeißer, Eisvogel, Nachtigall (beneidenswert an mind. 6 -7 Stellen rund um den See !), Haubentaucher, Wacholderdrossel, Bläss- und Teichralle, Goldammer, Mönchs- und Gartengrasmücke, Mauersegler … (um hier nur einige highlights der insgesamt 48 Arten aufzuzählen).


